Das Mühlrad an der Gremsmühle

Schon seit 1280 drehte sich das Mühlrad an der Gremsmühle, angetrieben vom Schwentinewasser, bis es 1956 aus Mangel an Arbeit stehen bleiben musste, da sich die Kornmühle nicht mehr wirtschaftlich betreiben ließ. In den 1980er Jahren hatte der Touristik und Kneippverein das baufällig gewordene Rad durch eine unbewegliche Attrappe ersetzt.

 

Mühlrad an der Gremsmühle

 

Im Jahre 2003 wurde in der Schwentine am Wehr der Gremsmühle eine Sohlgleite für Fische und Kleinlebewesen gebaut, die auch Arbeiten im Bereich des Mühlrades notwendig machten. Das rief verschiedene Interessengruppen, den Wasser- und Bodenverband und die Gemeinde Malente auf den Plan. Das Mühlrad, als Element des Gemeindewappens ein echtes Wahrzeichen, musste wieder in Bewegung gebracht werden. Die beteiligten Gruppen schlossen Verträge miteinander und der Heimat- und Verschönerungsverein Malente-Gremsmühlen e. V. übernahm in alleiniger Verantwortung die Durchführung des Projekts. Die Kosten für die Wiederherstellung als bewegliches Mühlrad wurden zu 90 % durch Spenden von engagierten Malenter Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht, eine Restsumme gab der Verein dazu.


Nach der Angebotsphase und Auftragsvergabe wurde das Mühlrad am 18. September 2006 herausgehoben und in der Malenter Zimmerei Ehrich neben anderen Holzarbeiten mit 18 neuen Wassertrögen  versehen. Außerdem wurde eine neue Achse aus Edelstahl mit Rollenlagern eingebaut. Am 25. November setzte ein 100-Tonnen-Kran das Wasserrad über das Dach der Gremsmühle auf die Lagerböcke. Durch eine Zuleitung werden die Tröge mit Wasser gefüllt und setzen mit dem Gewicht das Mühlrad in Bewegung. Und wenn es einmal vorübergehend stehen bleibt, reguliert der Fischer gerade den Wasserstand vor dem Wehr.